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Heimat auf dem Rücken oder im Herzen

Heimat auf dem Rücken oder im Herzen
Heimat auf dem Rücken oder im Herzen
Die Heimat auf dem Rücken – geht das? Das neue Cover des Eulenfisch-Magazins zeigt eine Schnecke. © Schule und Bildung/ Bischöfliches Ordinariat

Der neue Eulenfisch ist da. Über das Cover kriecht eine Weinbergschnecke. Trägt sie mit ihrem Haus ein Stück Heimat mit sich? Die aktuelle Ausgabe des Limburger Magazins für Religion und Bildung ist überschrieben mit „Heimat_en“ und beleuchtet das Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Als Synonym für Zuhause, Nähe und Vertrautheit, für einen Ort, einen Kontinent, für einen Geschmack oder für ein Gefühl des Angenommenseins. Highlight ist ein Interview mit BAP-Sänger Wolfgang Niedecken.  

Aber auch ein „unguter Heimatbegriff“ ist Thema: „Heimat ist längst kein unschuldiges Wort mehr. Es wurde und wird allzu gern missbraucht und dient der Abgrenzung gegenüber dem Fremden und zur Stabilisierung des Eigenen – leider oftmals auf Kosten der Anderen“, erklärt Chefredakteur Martin Ramb vom Bistum Limburg.
 
BAP-Sänger über Don Camillo und trinkbare Heimat
 
Im Interview stellt sich Wolfgang Niedecken, Frontmann von BAP, Fragen zu musikalischer Identität und Heimat. Dabei erzählt Niedecken von Kindheitserinnerungen in „Kölle“, dem sehnsüchtigen Blick als kleiner Junge auf den Rhein, von Reisen in die ganze Welt und von seiner katholischen DNA. Sein Verhältnis zu Gott umschreibt er mit „Don Camillo“, und er ist sich sicher, dass der Herrgott kein Zyniker ist und Humor hat. Darüber hinaus erklärt er, dass Heimat auch „trinkbar“ sei, aber dass man Heimatliebe auch nicht künstlich „hochjazzen“ solle. 

 
Auch die Bibel thematisiert Heimat. Die Theologen Sandra Huebenthal und Knut Wenzel nähern sich dahingehend dem Thema Heimat. Auch Unterrichtsvorschläge werden in der neuen Ausgabe vorgestellt. August Heuser, langjähriger Direktor des Dommuseums in Frankfurt, schreibt über religiöse Beheimatung, indem er den Schmachtfetzen „Heimat – deine Sterne“ als Musterbeispiel deutscher Kitschkultur der Kriegs- und Nachkriegszeit aufgreift, der ein urmenschliches Gefühl ausdrücke, dass nämlich Heimat und Himmel zusammengehörten. 
 
Magazin für Religion und Bildung 
 
Der Eulenfisch ist ein Magazin für Religion und Bildung und erscheint zweimal im Jahr. Der Magazinname ist Programm: Eule und Fisch bilden eine Allegorie für das katholische Konzept theologischer Erkenntnis. Die Eule als Symbol der Weisheit verbindet sich mit dem Fisch als Symbol des Glaubens. Herausgegeben wird der Eulenfisch vom Bischöflichen Ordinariat Limburg. Interessierte können das Magazin beim Dezernat Schule und Bildung (06431/295-424) oder per E-Mail: eulenfisch(at)bistumlimburg.de bestellen. Weitere Informationen gibt es unter www.eulenfisch.de